Wie wir einen Wanderritt planen​​

Ende September 2019 durchreiten Sandra Halter und ich auf einem 6-tägigen Wanderritt ein Gebiet, welches wir noch überhaupt nicht kennen. Wir reiten von Utzenstorf nach Bauma.

Wir sind erfahrene Wanderreiterinnen innerhalb der Schweiz. Die täglichen Streckenabschnitte wählen wir üblicherweise zwischen 20 und 30 Kilometer lang. So haben wir genügend Zeit, um die Landschaft zu geniessen und gemütlich vorwärts zu kommen. Uns ist es wichtig, dass wir angenehme Unterkünfte haben. Wir möchten Stall oder Nachtweiden für unsere Pferde. Unser Nachtlager kann ein einfaches Zimmer oder ‚schlafen im Stroh’ sein. Es freut uns jeweils, wenn wir das Abendessen und das Frühstück direkt bei den Gastgebenden bekommen, so müssen wir selber nicht unterwegs das Essen organisieren. Zudem finden während dem Essen oftmals spannende Gespräche statt.

Die Unterkünfte suchen wir so: Wir, Sandra und ich, treffen uns einige Wochen vor dem Wanderritt und wählen den Ausgangspunkt. Mit einem Routenplaner (von Telsearch oder Google, u.ä.) finden wir heraus, wie weit wir an einem Tag reiten wollen. Auf der Homepage von Satteltramp finden wir in der Regel Hinweise zu Unterkünften. Dort rufen wir direkt an und buchen die Unterkunft der Reihe nach.

Hierzu ein Beispiel: Wir wollen in Utzenstorf starten und am 1. Tag ca. 25 km reiten. Wir suchen auf Maps, was in dieser Distanz liegt, suchen auf Satteltramp.ch nach einer Unterkunft und telefonieren. Sobald wir die Übernachtung haben, planen wir den nächsten Tag. Manchmal müssen wir etwas pokern, weil wir die Personen nicht grad sofort erreichen. Aber bis jetzt hat es stets prima geklappt.

Die Route ist geplant, die Übernachtungen gebucht. Nun besorgen wir Wanderkarten von den Gebieten und kopieren die Teile, welche wir durchreiten werden. Diese Kartenteile verstauen wir in einer wasserdichten Kartentasche. Die Ausrüstung fürs Pferd (Sattel, Schabracke, Wolldecke, Satteltasche, usw.) muss ganz gut passen. Das ist enorm wichtig, und so testen wir bereits Wochen vor dem Abritt, ob es immer noch ideal ist. Die Ausrüstung für uns Reiterinnen stellen wir nach Bedarf zusammen. Je grösser die Erfahrung im Wanderreiten ist, umso weniger wird das Gepäck bezüglich Volumen und Gewicht.

In der Woche vor dem Wanderritt telefonieren wir nochmals mit den ‚Gastgebern’, um zu erfahren, ob alles in Ordnung ist und sie mit uns rechnen. So vermeiden wir Überraschungen. Am 24.9.19 reiten wir los und sind am 30.9.19 am Abend wieder zurück.

Im nächsten Newsletter werden wir euch darüber berichten.

(Verfasserin: Ursula Kislig)